Symbolbild © Lobeca/Roland Kenzo
Verdacht auf Fake-Notruf: Polizei bricht Kontrolle in Bad Schwartau ab
Ein Notruf wegen eines vermeintlichen Raubüberfalls hat am Dienstag (13. Oktober) eine Verkehrskontrolle in Bad Schwartau unterbrochen.
Eine Verkehrskontrolle in Bad Schwartau ist am Dienstag (13. Oktober) durch einen Notruf wegen eines vermeintlichen Raubüberfalls unterbrochen worden. Die Polizei vermutet, dass der Überfall bewusst vorgetäuscht wurde, um die Kontrolle zu stören. In beiden Fällen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Gegen 11.40 Uhr kontrollierten Beamte des Polizeireviers Bad Schwartau ein Auto mit mehreren Insassen in der Elisabethstraße. Dabei ergab sich der Verdacht, dass der 20-jährige Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Die übrigen Insassen durften zunächst gehen.
Noch während der Kontrolle ging bei der Polizei ein Notruf ein. Eine ältere Frau sollte auf dem Marktplatz in Bad Schwartau mit einem Messer bedroht und ausgeraubt werden. Die Beamten brachen daraufhin die Verkehrskontrolle ab und fuhren zum mutmaßlichen Tatort.
Dort fanden sie allerdings weder eine geschädigte Person noch Hinweise auf einen Raubüberfall. Bei den anschließenden Ermittlungen entstand der Verdacht, dass der Notruf absichtlich abgesetzt worden sein könnte, um die laufende Verkehrskontrolle zu unterbrechen.
Der Verdacht richtet sich gegen einen 17-Jährigen, der zuvor ebenfalls in dem kontrollierten Auto gesessen hatte. Die Polizei stellte sein Mobiltelefon als Beweismittel sicher. Gegen den Jugendlichen wird wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen und des Vortäuschens einer Straftat ermittelt.
Auch gegen den 20-jährigen Fahrer läuft ein Ermittlungsverfahren. Ihm wird vorgeworfen, ohne gültige Fahrerlaubnis gefahren zu sein. Beide Vorwürfe sind Gegenstand laufender Ermittlungen.








